Workshops mit Südwind NÖ: Jugendliche erforschen was die globale Handyproduktion und Bananen mit einer fairen Welt zu tun haben
Gleich in der ersten Schulwoche, am 06. und 07. September, fanden in der MS Hausleiten zwei Workshoptage in Kooperation mit der Klimabündnis-Gemeinde Hausleiten und dem Verein Südwind NÖ, statt. Es drehte sich dabei alles um Gegenstände und Lebensmittel unseres Alltags: dem Handy und Bananen.
Südwind-Referentin Laura Jindrak lud Schüler:innen dazu ein, sich mit globalen Fragen rund um die Banane zu befassen. Die Banane ist das meistkonsumierte Frischobst der Erde, doch ungerechte Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen prägen den Alltag von Kleinbäuer:innenfamilien. Sie leiden besonders unter dem Preisdruck, der von Exporteuren, Importeuren und Supermärkten, und letztlich auch von Konsument:innen, diktiert wird. Die Monokulturen erfordern Einsatz von Pestiziden und Fungiziden, die extreme gesundheitliche und ökologische Auswirkungen haben.
Ähnlich geht es auch in der Elektonikindustrie zu. Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, Umweltverschmutzung und ungerechte Entlohnung stehen nicht im Vordergrund, wenn wir auf unser Handy blicken. Zu oft bleibt im Verborgenen, wo die Rohstoffe für die Produktion herkommen, unter welchen Bedingungen die Herstellung geschieht und wo unsere Handys nach dem Ende ihrer Nutzungsdauer landen. Durch interaktive Stationen konnten sich die Teilnehmenden ein Bild über die tatsächlichen Herstellungskosten von Elektronikprodukten für Mensch und Natur machen.
Die Auseinandersetzung mit diesen Themen ist ein wertvoller Beitrag in der Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen. Ob Politiker:innen, Unternehmen, Schulen, Vereine oder auch Einzelpersonen, alle können einen Beitrag leisten. Wir alle können Ressourcen schonen, indem wir die Geräte, möglichst lange nutzen, sie reparieren, Second-Hand-Geräte bevorzugen und alte Handys fachgerecht entsorgen. Gleiches gilt für den Kauf und Konsum von Lebensmitteln und Waren. Besonders hilfreich sind dabei Gütesiegel, wie FAIRTRADE-und Bio-Zertifikate, die gerechtere Bedingungen für die Arbeiter:innen sichern und ökologisch und sozial nachhaltigere, sowie transparentere Handels- und Verarbeitungswege gewährleisten. Auch die Schüler:innen der MS Hausleiten sind sich einig: fair ist die aktuelle Situation nicht, da gehört etwas geändert.
